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Luigi Dall'Igna: Regeländerungen treffen V2-SBKs am härtesten

Bei Ducati ärgert man sich über die Änderungen: Das Drehzahllimit wurde von der Dorna zu spät verkündet und ist für die Panigale ein großes Handicap

(Motorsport-Total.com) - Im Lager von Ducati ist man nicht besonders gut auf die WSBK-Regeländerungen für die Saison 2018 zu sprechen. Das Drehzahllimit von 12.400 Umdrehungen wirkt sich stark auf den Charakter der Panigale aus. Ende Oktober wurde die Änderung bekanntgegeben. Durch die späte Verkündung konnten die Ducati-Corse-Ingenieure nicht schnell genug reagieren. Erst kurz vor dem Saisonstart soll die finale Spezifikation des V2-Motors fertig sein, mit der Chaz Davies und Marco Melandri um den Titel kämpfen möchten.

Chaz Davies

Kann Ducati trotz der Regeländerungen um den WSBK-Titel kämpfen? Zoom

"Bei den bisherigen Tests waren unsere Ergebnisse nicht zufriedenstellend. Die Regeln änderten sich ziemlich spät, doch wir gaben unser Bestes, um uns darauf einzustellen", kommentiert Ducati-Rennstratege Luigi Dall'Igna. "Wir verwendeten bereits niedrigere Drehzahlen als unsere Gegner. Uns hat diese Änderung mehr getroffen als die Konkurrenz. Wir arbeiten hart, um den Verlust zu kompensieren."

"Auf Phillip Island werden wir etwas Neues einsetzen. Beim Test werden wir uns zudem mit anderen Komponenten beschäftigen, wie dem Auspuff, um alles zu optimieren. Ich hoffe, dass wir unseren Fahrern das geben können, was sie benötigen, um die Ergebnisse einzufahren, die wir uns alle wünschen", erklärt Dall'Igna.

Luigi Dall'Igna

Luigi Dall'Igna hofft auf die neuen Motorteile für Australien Zoom

Besonders das nun noch schmalere Drehzahlband erschwert den Ducati-Piloten die Arbeit. "Wir haben Spitzenleistung verloren, aber auch Drehmoment. Die Regeln erlauben es nicht, die interne Übersetzung zu ändern", schimpft Dall'Igna, der noch nicht aufgibt: "Das Ziel ist es, den Titel einzufahren. Es wird nicht einfach, doch wir werden es probieren."

Die Saison 2018 wird die Abschiedstournee des Zweizylinders sein. Ab 2019 kommt die Panigale V4 zum Einsatz. Ein erster WSBK-Prototyp wurde bereits getestet. "Ducati hat ein wunderschönes Motorrad gebaut. Ich denke, unser V4-Superbike entspricht dem Stand der Technik. Das Motorrad wird gut in die WSBK passen", freut sich Dall'Igna. "Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass ich es kaum erwarten kann, das Motorrad einzusetzen."

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